Lie­bes­er­klä­rung ans Weiß­bier: Ein sprit­zi­ger Win­ter­spaß

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Ein bayerisches Wintermärchen: die Sonne im Gesicht, die Berge im Blick und ein Weißbier in der Hand. (Foto: Bayerischer Brauerbund)

Oberbayern ist das Land des Weißbiers – und das schmeckt in der kalten Jahreszeit besonders gut. Eine Liebeserklärung . . .

Winterzeit ist in Bayern (Weiß-)Bierzeit: Wenn es frostet und schneit, lebt der Süden auf. Überall in Oberbayern ist Winterspaß angesagt. Die nächste Pistenparty ist nur eine Gondelfahrt entfernt. Wenn die Alpen glühen, geht's zum Après-Ski. Das Licht der untergehenden Sonne spiegelt sich in den weißen Gipfeln und den „weißen" Bieren: Bayerns Süden ist auch Heimat und Hochburg der bayerischen Weißbier-Vielfalt.

Hier liebt man bodenständige Genüsse, traditionsreich, echt, unverfälscht. Hier heißt es nicht: Tradition und Trend. Sondern: Tradition ist Trend! Bestes Beispiel: das bayerische Weißbier. Ein Klassiker mit 500-jähriger Brautradition, obergärig gebraut aus Gersten- und Weizenmalz, Wasser, Hopfen und Hefe. In den 80er Jahren brachen die Weißbiere zu einem Siegeszug auf. Während die fränkischen Brauereien jeden dritten Sud als Pils brauen, liegen im Süden die Weißbiere mit weit über 40 Prozent uneinholbar an der Spitze.

Helles und dunkles Weißbier, spritzig, mild, oft fruchtaromatisch und mit feiner Hefeblume. Das blanke Kristallweizen, perlend und elegant wie Champagner. Das leichte Weizen und das alkoholfreie Weißbier, hell bis bernsteinfarben, schlank und spritzig: genau die Erfrischung nach dem Wintersport – alkoholfreies Weißbier ist sogar ein isotonisches Getränk und regeneriert den Körper nach dem Sport schneller als Mineralwasser.

„Jagdsaison" für Weißbier-Bock und Doppelbock

Und die „weißen" Böcke. Wenn für ihre vierbeinigen Namensvettern im Herbst die Schonzeit beginnt, sind Weizenbock und Weizen-Doppelbock zum Genuss freigegeben: nach einem frostigkalten Tag im Freien, ganz behaglich vorm Kaminfeuer zum Beispiel.

Der Nase schmeicheln sie mit einer reichen Hefeblume. Auf Zunge und Gaumen breiten sie sich vollmundig und fruchtig aus, sogar leicht weinig. Golden bis tiefdunkel schimmern sie in ihren Gläsern; diese sind traditionell unten schlank und oben weit geöffnet, so kann sich der Duft – oder die „Blume", wie Kenner sagen – voll entfalten.
Die Böcke machen sich auch wunderbar in kleineren Gläsern! Wärmend und kraftvoll zugleich, mit mindestens 16 bzw. 18 Prozent Stammwürze und einem Alkoholgehalt von 6,5 bis über 7,5 Prozent.

Bis ihm das Weißbier den Rang ablief, war das Helle (jenseits des Weißwurst-Äquators auch „Lager" genannt) die beliebteste Biersorte in Südbayern. Heute belegt es mit gut 29 Prozent den zweiten Rang in der südbayerischen Bierproduktion.

Jeder Bräu im Süden pflegt zumindest eine dieser untergärigen Bierspezialitäten. Feinwürzig und süffig schmeckt das Helle, schlank bis leicht vollmundig. Und weil man im Süden die hopfenbitteren Noten gerne den Bierfreunden in Nordbayern überlässt, ist es dezent gehopft und mild.

Der perfekte bierige Wintergenuss – einfach cool!

Quelle: Bayerischer Brauerbund